Freie Trauung selber machen - Interview mit Trauzeugen Nina und Thiago - Herzbande - Getraut von Freunden - Herzbande

Freie Trauung selber machen – Interview mit Trauzeugen Nina und Thiago



Freie Trauung selber machen: Die eigenen Freunde zu fragen, ob sie euch trauen, kann ganz schön aufregend sein! Und vielleicht verlangt es euch auch ziemlich viel Mut ab (immerhin ist es ja schon ein großer Gefallen). Wie der Moment war, in dem ihre Kindheitsfreunde Lena und Malcolm sie um genau diesen Gefallen baten, wie sie sich vorbereitet haben und wie es schließlich für sie war, in die Rolle der Redner zu schlüpfen, erzählen uns die beiden Trauzeugen Nina und Thiago im Interview. 



Fangen wir mal vorne an: Wie war der Moment, als Lena und Malcolm euch gefragt haben, ob ihr die Rolle des Trauredners übernehmt?

Nina: Die beiden haben uns zum Frühstücken eingeladen und uns vorher schon gesagt, dass wir ein bisschen über die Hochzeit quatschen würden. Für mich war die Frage gar keine so große Überraschung. Ich wusste, dass sie ein bisschen aufs Budget achten müssen. Außerdem haben die beiden sich für die Hochzeit viele besondere Details ausgedacht. Dazu passte auch eine besondere Trauung gut.

Thiago: Freie Trauungen etablieren sich ja immer mehr. Ich konnte mir ein bisschen etwas darunter vorstellen, obwohl ich selbst noch nie auf einer war. Ich war natürlich trotzdem erstmal besorgt, dass ich so eine Rede nicht packe, aber mir ist dann relativ schnell klar geworden: Wir sind zu zweit und wir schaukeln das schon.

Wovor hattet ihr am meisten Respekt? Und wie seid ihr damit umgegangen?

Thiago: Tatsächlich vor dem Vortragen. Ich habe mich schon gesehen, wie ich da vor den Leuten stehe und hektisch in den Zeilen verrutsche. Oder den Faden verliere. 

Nina: Das habe ich auch zuerst befürchtet. Aber Bella von Herzbande hat uns die Rede so aufbereitet, dass solche Patzer quasi ausgeschlossen sind und wir die Rede optimal vortragen konnten. Ich denke, da spielt die Erfahrung der Profi-Redner schon eine Rolle. Ich wäre nicht auf die Idee gekommen, den Text auf diese Art und Weise auszudrucken. Die Schrift war relativ groß und die Absätze in kleinen „Texthappen“ angeordnet, die man dann nur nach und nach durchgehen muss. So verspricht man sich kaum mehr und kommt ziemlich flüssig durch die Rede.  

Thiago: Wenn man es mal realistisch betrachtet: Jeder von uns hat nur ungefähr 10 Minuten gesprochen. Das geht so schnell rum und wenn man es vorher ein paar Mal übt, gewinnt man Sicherheit bei den paar Abschnitten. Was mich auch beruhigt hat: Eine freie Trauung bedeutet ja eben, dass sie frei nach den Vorstellungen des Brautpaares abläuft. Und unsere Freunde haben sich ja GENAU DAS vorgestellt: Wie Nina und ich da stehen, statt eines Redners. Wir konnten eigentlich nichts falsch machen, weil es keine Regeln gibt, wie so eine Trauung sein soll.

Nina: Ja, Malcolm und Lena haben ja gezielt uns gefragt, weil es für sie die schönst mögliche Vorstellung einer Trauung war. Das hat mir Selbstvertrauen gegeben, dass wir es vielleicht sogar besser machen als ein Redner – zumindest in den Augen von Lena und Malcolm. 





Freie Trauung selber machen – wie muss man sich das vorstellen? Wie habt ihr die Trauung auf die Beine gestellt? 

Nina: Malcolm und Lena haben uns ungefähr neun Monate vorher gefragt und uns auch direkt vorgeschlagen, dass sie Unterstützung von Herzbande buchen würden, damit wir nicht alles alleine machen müssen. Die beiden haben das Paket „Verheiratet“ gebucht. So haben wir alle einen Zugang zu einem Onlinekurs über freie Trauungen bekommen. Das war im ersten Schritt ganz gut für’s Basiswissen: Vier Videoanleitungen und ein bisschen Text, die die Vorstellungskraft angeregt haben: So kann eine freie Trauung ablaufen und darauf sollten wir achten.

Thiago: Lena und Malcolm haben dann ein Gespräch mit Bella von Herzbande geführt, in dem sie ihr ihre Liebesgeschichte im Detail erzählt haben. Danach haben wir mit Bella telefoniert. Sie kannte die Geschichte der beiden ja dann schon und hat uns bei einigen Dingen gefragt, wie wir das erlebt haben. Das war wichtig, weil sie die Rede ja aus unserer Perspektive formulieren musste. Für das Gespräch haben wir vorher einen kurzen Fragebogen zur Vorbereitung bekommen. Nachdem sie mit uns allen gesprochen hatte, hat Bella dem Brautpaar und uns einen Vorschlag für den Ablauf der Trauung zugeschickt, von dem wir direkt begeistert waren. 

Nina: Ja, im Vordergrund sollte als roter Faden das Thema „Spanien“ stehen, weil sich Lena und Malcolm dort bei einem Auslandssemester kennengerlernt haben. Die Musikvorschläge waren z.B. passende spanische Songs. Dann hat sich Bella noch einmal mit einer Idee nur bei uns Trauzeugen gemeldet. Es war ein Vorschlag für ein Ritual, das auch die Gäste aus Spanien einbeziehen würde, die wegen Corona nicht anreisen konnten. Sie haben im Vorfeld eine wunderschöne Vintage-Postkarte mit guten Wünschen für die Ehe aus Barcelona geschickt und die anderen Gäste haben während der Trauung ebenfalls solche Postkarten ausgefüllt. Gemeinsam haben wir sie dann in einen schönen antiken Briefkasten eingeworfen – quasi ein Gästebuch. Das war eine besondere Überraschung für das Brautpaar. Als der Ablauf final war, hat Bella uns ein paar Wochen vor der Trauung die Rede zugeschickt – für das Brautpaar war sie natürlich eine Überraschung. 



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Was war der schönste Moment während der Trauung?

Nina: Auf jeden Fall, als wir das Ritual angekündigt und die geheime Überraschungspostkarte aus Spanien gezückt haben. Damit haben sie nicht gerechnet und waren sehr gerührt. Lena und Malcolm haben sie dann zu den anderen Karten in den Briefkasten eingeworfen. 

Thiago: Ich fand auch die witzigen Momente toll. Bella hat uns nach ein paar Insiderwitzen und Anekdoten gefragt und sie auf total schöne Art in die Rede eingebaut. Sie hat z.B. gefragt, ob wir noch wissen, wie uns das Brautpaar das erste Mal vom neuen Partner erzählt hat. Nina sagte, dass sie sogar noch Lenas WhatsApp-Nachricht von damals hatte. Bella schlug dann vor, dass sie die doch während der Trauung vorlesen könnte, was ziemlich gut ankam. Solche Details machten die Trauung einfach modern. Das haben uns die Gäste danach auch gesagt. 





Wie habt ihr euch ganz konkret auf das Halten der Rede vorbereitet?

Thiago: Dafür gab es im Onlinekurs ein ganz konkretes Kapitel, in dem ein paar Rhetorik-Tipps standen, z.B., wann man Pausen einlegen sollte. Mir haben außerdem die Profi-Tipps gegen das Lampenfieber sehr geholfen. 

Nina: Wir haben uns vorher auch einmal auf Video aufgenommen und zusammen analysiert, an welchen Stellen wir etwas langsamer und schneller sprechen sollten. Insgesamt habe ich die Rede drei Mal geübt. 

Freie Trauung selber machen – wie lautet euer Fazit?

Nina: Ich fand es einfach nur magisch. Ich habe es nach ein paar Zeilen richtig genossen. Man hat mit jedem Abschnitt gemerkt, wie das Brautpaar und die Gäste immer mehr in den Bann gezogen wurden. Sie hatten auf jeden Fall nicht mit so einer Qualität gerechnet.

Thiago: Ja, sie haben ziemlich viel gelacht und dann aber auch wieder Tränen vergossen – ich fand diese Abwechslung sehr cool. Man konnte sich nach ein paar Sätzen wirklich fallen lassen in der Atmosphäre. Es lief irgendwann einfach von alleine und dann war es auch schon vorbei. 



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