typische Fehler freie Trauung

6 typische fehler bei der freien trauung

Ihr beginnt gerade mit der Planung eurer Hochzeit und fragt euch, welche typischen Fehler ihr bei der freien Trauung besser vermeidet? Von kleinen Stolpersteinen beim Verfassen der Eheversprechen bis hin zum zeitlichen Ablauf – ich freue mich als erfahrene Traurednerin in diesem Artikel all mein Wissen zu den typischen Fehlern einer freien Trauung mit euch zu teilen. Fliegt einfach über die Zeilen und geht die weitere Planung mit viel mehr Sicherheit an – ganz besonders, wenn ihr eure freie Trauung selber macht! Denn dazu warten auch ein paar Tipps! Let’s go!

Typische Fehler freie Trauung 1: Das Wetter nicht bedenken

Okay, eure freie Trauung soll unterhaltsam und emotional werden. Jeder soll zuhören und dabei Spaß haben. Was oft vergessen wird: Die Atmosphäre hängt nicht nur vom Inhalt der freien Rede ab, sondern auch von einer banalen Kleinigkeit: nämlich davon, wie ihr während der 30-45-minütigen freien Trauung mit den Wetterverhältnissen umgeht! Werden eure Gäste geblendet, läuft ihnen der Schweiß herunter oder frieren sie, kommt erstmal keine gelassene Stimmung auf. Eure Gäste sind viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt, als der freien Trauung emotional folgen zu können. Das heißt für euch:

  • Plant unbedingt eine Alternative für schlechtes Wetter ein, z.B. das Ausweichen auf die Innenräume eurer Location oder unter einen Pavillon
  • Haltet Fächer und Sonnenschirme bereit, falls es keine Schattenplätze gibt. Falls euch dies nicht für alle Gäste möglich sein solltet, stellt zumindest sicher, dass ältere Menschen, Kinder und ihr selbst vor Sonneneinstrahlung geschützt seid. Ja, ich habe bereits erlebt, dass eine Braut während der Trauung ohnmächtig wurde, weil Hitze und Aufregung zu groß wurden. Seid vorbereitet. 
  • Findet die Trauung am See statt? Super! Finden allerdings auch die Mücken. Schützt euch und eure Gäste, indem ihr Mückenschutz anbietet.

Typische Fehler freie Trauung 2: Eure Liebsten nicht einbeziehen

Natürlich ist es eine Geschmacksfrage, ob ihr eure Freunde und Verwandten in die freie Trauung einbeziehen möchtet. Aber zumindest solltet ihr einmal darüber nachdenken. Wie wäre es, eure Trauzeugen, Eltern, Großeltern, Geschwister oder sogar alle Gäste in ein Ritual einzubeziehen und sie so Teil der Zeremonie werden zu lassen? Dabei könnten eure Liebsten zum Beispiel Wünsche für eure Zukunft notieren. Schaut mal hier, wie das aussieht. Auch moderne Fürbitten sind eine tolle Möglichkeit, die Familie einzubinden. Oder könntet ihr euch sogar vorstellen, euch gleich von euren Liebsten trauen zu lassen – für den ultimativ-emotionalen Höhepunkt, den garantiert niemand vergisst? Eine freie Trauung durch Freunde oder Familie ist eine unvergessliche Erfahrung für alle. Denn niemand kennt euch so gut, wie all die Menschen, die eure Geschichte hautnah miterlebt haben, oder? Das erste Treffen zwischen euch – und was ihr danach euren Mädels über IHN erzählt habt. Der Antrag, bei dem seine Jungs tatkräftig unterstützt haben. Eine freie Trauung ist die perfekte Gelegenheit, all diese Momente nochmal gemeinsam zu durchleben, die euch mit euren Liebsten so eng verbinden. Erfahrt hier, wie ihr eine freie Trauung ganz einfach mit euren Liebsten selbst auf die Beine stellt – auch ohne Trauredner.   

Fehler 3 bei der freien Trauung: Auf ein Trauritual verzichten

Ob ihr die Familie in ein Ritual einbeziehen möchtet oder nicht – es lohnt sich in jedem Fall über das Einbauen eines Rituals in die freie Trauung nachzudenken. Ein Trauritual hat nämlich eine ganz wichtige Aufgabe: es bringt Abwechslung in die Zeremonie und hilft euch und euren Gästen dabei, fokussiert zu bleiben! Denn während die Rede insbesondere das Ohr als Sinnesorgan anspricht, bietet ein Ritual auch einen visuellen Reiz oder spricht – je nach Ritual – weitere Sinne an. So wird die Trauung vielseitig und verfliegt wie im Flug. In unserem Programm „Getraut von Freunden“ haben wir eine Vielzahl von Trauritualen für euch zusammengestellt – inklusive Video-Anleitungen und Textpassagen zur Umsetzung. Lasst euch inspirieren!

Fehler 4 bei der Trauzeremonie: Abstriche beim Sound machen

Stellt euch vor, ihr habt eine wunderbare freie Zeremonie mit einem Redner, einer Rednerin oder euren Freunden vorbereitet, das Wetter ist hervorragend – es könnte nicht schöner sein. Und dann verstehen eure Gäste nicht, was vorne gesprochen wird.

Stellt daher sicher, dass man das Gesprochene gut verstehen kann. Dazu habt ihr verschiedene Möglichkeiten:

  • Fragt bei dem Redner oder der Rednerin nach, ob sie Tonequipment mitbringen
  • Erkundigt euch bei der Location, ob sie Equipment stellen kann
  • Habt ihr für später einen DJ gebucht? Fragt nach, ob ihr euch einen Teil seines Equipments schon für die Zeremonie leihen könnt
  • Erkundigt euch bei euren Gästen, ob jemand eine kleine Tonanlage besitzt, an die ihr ein Mikrofon anschließen könnt (per Stecker oder Bluetooth). Besonders, wenn ihr unter euren Freunden Hobbymusiker habt, sollte dies kein Problem darstellen. Ein passendes Mikrofon könnt ihr auch für wenige Euro im Internet kaufen
  • Leiht euch eine Anlage bei einem Anbieter im Internet oder im Fachhandel

Im besten Fall ist die Tonanlage akkubetrieben, damit ihr euch vor Ort nicht um einen Stromanschluss kümmern müsst.

Typische Fehler freie Trauung 5: Länge des Ehegelübdes nicht absprechen

Als Traurednerin lege ich all meinen Brautpaaren ans Herz, sich für ein kurzes Trauversprechen zu entscheiden und sich dieses gegenseitig während der Trauung vorzutragen. Ich verspreche euch: es ist der emotionale Höhepunkt jeder Zeremonie und eine wunderbare Erinnerung. Mein Profi-Tipp: Während der Inhalt eurer Versprechen natürlich bis zur Zeremonie eine Überraschung bleibt, solltet ihr euch im Vorfeld zur Textlänge absprechen. Stellt euch vor: einer von beiden verleiht seinen Gefühlen auf zweieinhalb DINA4-Seiten Ausdruck, während der andere es sweet und simple hält und auf drei Zeilen kommt. Einen ausgewogeneren, harmonischen Moment schafft ihr durch eine kurze Absprache.  

Typische Fehler freie Trauung 6: Zu wenig Zeit für die Gratulation einplanen

Die letzten Worte sind gesprochen, ihr seid zum Jubel eurer Gäste ausgezogen und jetzt stürmen eure Gäste zur Gratulation und dem Sektempfang auf euch zu. Wie viel Zeit ihr für diesen Programmpunkt einplanen solltet, wird häufig unterschätzt: Meiner Erfahrung nach solltet ihr mit etwa 45 bis 60 Sekunden pro Gast für die Gratulation rechnen. Manche Gäste nehmen euch nur herzlich in den Arm oder stoßen mit euch an, mit anderen kommt ihr ein paar Minuten ins Gespräch und so können bei 60 Gästen schon einmal 45 bis 60 Minuten für die Gratulation im Anschluss an die Trauung vergehen. Diese Zeit ist super wertvoll – für euch und die Gäste. Für die Planung des weiteren Tagesablaufs, zum Beispiel das Brautpaarshooting oder die Hochzeitstorte, solltet ihr dies jedoch im Hinterkopf behalten.